Darf ich das als Mama sagen?

Momentan stell‘ ich mir öfter eine heikle Frage: Darf ich als Mama sagen, dass ich manche Spiele einfach nicht mag? Ihr wisst, ich liebe unsere Buben über alles. Und ich liebe es auch, mit ihnen zu toben, zu lesen, zu bauen… Aber manche Dinge liebe ich so gar nicht. Und das ist noch eine Untertreibung.

„Du spielst das Dinobaby!“

Theo ist mit seinen fünf Jahren ein wirklich toller Bub. Sogar im Kindergarten sind sie erstaunt, was Theo alles weiß. Sagt er doch glatt zu seiner Kindergärtnerin auf ihre Erzählung, sie fahre bald nach Graz: „Das ist die zweitgrößte Stadt in Österreich!“ Wow, da muss auch die Mama kurz überlegen: Ja stimmt, er hat Recht! Haben wir ein gescheites Kind… 😀 Theo und Papa haben zufällig ein paar Tage zuvor gesprochen, was die größten Städte in Österreich sind.

Noch mehr begeistert uns, dass Theo in den letzten Monaten gelernt hat, alleine zu spielen. Gezwungenermaßen, gebe ich zu. Denn seit Noah da ist, haben wir einfach nicht mehr so viel Zeit, mit Theo gemeinsam zu spielen. Ich schau‘ ihm wirklich gerne zu, wie er in seiner Fantasiewelt versinkt und mit seinen Fliegern, Autos oder Dinos großartige Abenteuer erlebt. Was ich allerdings dabei so gar nicht mag? Wenn ich bei den Rollenspielen mitmachen muss. „Mama, du spielst das Dinobaby!“ – eine grauenhafte Aussage. Ich mag keine Rollenspiele!

Theo und Noah beim Spielen.

So jetzt ist es raus. Ich lese wirklich gerne Geschichten vor, falte die besten Papierflieger der Erde, baue Legoburgen und spiele 234.353 Runden „Lotti Karotti“, aber ich mag kein Stegosaurus sein, kein Luftpirat , kein Rennauto.

Darf ich das zu meinem Kind sagen?

Jetzt bin ich natürlich im Zwiespalt. Einerseits find‘ ich es so toll, dass Theo fantasievoll spielt und so eine Freude an seinen ganzen Spielfiguren hat. Wenn es aber ums Mitspielen geht, möchte ich gerne ausgelassen werden. Darf ich also Theo sagen, dass mich das Flieger-/Dino-/Autospielen nicht freut?

Ich bin der Meinung, ja, ich darf das sagen. So lernt Theo, auch andere Meinungen zu akzeptieren. Und dass es manchmal auch gut ist, Kompromisse einzugehen: Ich spiele gerne mit ihm ein Brettspiel oder lese was vor, Flieger und Autos spielt er dafür alleine oder dann, wenn andere Kinder da sind. Leider fällt mir das „Ich möchte jetzt nicht Flieger spielen, lass‘ uns gemeinsam etwas malen“-Sagen nicht leicht. Denn ich möchte natürlich auch, dass Theo weiß, dass ich gerne mit ihm spiele. Und ich sehe die Enttäuschung ja auch, wenn ich sage, dass ich Rollenspiele nicht so gerne mag.

Flieger und Dinos stehen bei den Jungs hoch im Kurs.

Also, wie komm‘ ich da raus aus der Zwickmühle? Geht es jemandem von euch genau so? Was sind eure persönlichen „Hass“-Spiele?

Wenn Theos Freunde da sind, freue ich mich besonders, wenn sie ganz viele Rollenspiele spielen. Miteinander und ohne mich. Als zum Beispiel bei Theos Geburtstag letztens fünf andere Kinder da waren, dachte ich mir: „Super, heute muss ich mal nicht ran.“ Denkste. Vier von fünf Kinder spielen super „Polizei“ im Kinderzimmer, das fünfte kommt zu mir in die Küche und sagt: „Ich bin die Dinomama und du das Dinobaby, okay?“ GRMPF.

Noah beim Autospielen.

 

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