Der Krampus…ähhh…Kissler war da…

Der Krampus...ähhh...Kissler war da...Der Krampus…ähhh…Kissler war da…: Wir hatten heute Besuch: Von einem dunkelhaarigen Kerl mit roter Jacke und – wenn man genau hinschaut – sieht man auch die kleinen Hörner durchblitzen…

Aber nein, es war nicht der Krampus. Denn der hat bei uns nix verloren – so brav wie wir im letzten Jahr waren (die Mama vor allem): Heute hat uns Fabian Kissler besucht, Flos Arbeitskollege, Newsmoderator und Noahs Taufpate. Eine herrliche Abwechslung in unserem aktuell übermüdeten, quengeligen Zustand (und damit meine ich die gesamte Dannerische Familie). Die Kinder lieben den Fabian: Selten einen Nicht-Papa erlebt, der so gut mit Kindern umgehen kann wie der Herr Kissler. Was vielleicht daran liegt, dass sich der Kissler-Clan ständig vermehrt…

Jedenfalls war Noah nach anfänglicher Scheu sehr angetan vom Besucher: Er hat sich nach dem Mittagsschlaf vermutlich zuerst gefragt, warum der Papa plötzlich dunkle Haare hat. Die Verwechslung wurde aber schnell geklärt und Noah war begeistert von der neuen Person, die zu jeglicher Schandtat bereit war.

Im Kindergarten waren nicht nur die anderen Mamas angetan von unserer feschen Begleitung, auch Theo fiel Fabian gleich um den Hals, in dem Wissen, dass er heute jemanden zum Kaputtspielen hat.

„Gedi“ Fabian

Bei uns in Oberösterreich heißt die Taufpatin „Goli“ und der Taufpate „Ged“ oder „Gedi“. Die Auswahl eben dieser stellt uns Eltern immer wieder vor eine große Herausforderung. Wen fragen? Wer soll ein zusätzlicher Begleiter, eine zusätzliche Bezugsperson im Leben des Kindes sein? Sollen wir jemand aus der Familie nehmen oder doch aus dem Freundeskreis, mit dem Risiko, dass man sich auseinanderlebt?

Bei Theo war die Entscheidung recht einfach: Meine Nichte Rafaela: 23 Jahre jung, Kindergartenpädagogin und komplett baby- und kindernarrisch – die perfekte Wahl. Theo liebt sie heiß und sie besucht uns jedesmal wenn wir bei den Großeltern in Oberösterreich sind und kommt auch immer zu uns heim, wenn wir einen Babysitter brauchen – sofern es ihr Job erlaubt.

Bei Noah war die Entscheidung nicht ganz so leicht bzw. haben wir sie uns nicht leicht gemacht: Eigentlich wollten wir von Anfang an Fabian als Taufpaten. Zum einen, weil wir jemanden aus Flos Familie bzw. Freundeskreis wollten, da Theos Patin ja von meiner Seite stammt. Es sollte ein Mann sein, damit die Buben noch eine männliche Bezugsperson haben. Aber sollten wir nicht doch jemanden aus der Familie nehmen? Aber andererseits sehen die Burschen den Fabian öfter als die meisten Familienmitglieder, weil die alle in Oberösterreich leben. Für uns war die Entscheidung also gefallen. Für Fabian wars auch keine leichte Entscheidung: nicht weil unsere Kinder solche „Gfraster“ sind, sondern weil er eigentlich mit der katholischen Kirche nicht viel am Hut hat. Nachdem wir aber alles „Bürokratische“ geklärt hatten und ihm unsere Vorstellung der Taufe erzählt hatten, erklärte er sich bereit, Noahs „Gedi“ zu sein.

Und es könnte keinen besseren geben, wenn ich ihn mir so anschau, wie er mit Noah blödelt und für Theo versucht, einen Nikolaus zu malen: Lieber Fabsi, bleib beim Fernsehen, die Malerkarriere kannst du vergessen…