Die Danners im Sommerloch

Die letzten Tage und Wochen war es etwas ruhiger hier am Blog – ich hoffe, ihr habt uns ein bisschen vermisst…;-). Aber wisst ihr was: Das Sommerloch existiert wirklich. Auch in meinem Kopf. Das ganze Jahr über sprudeln in meinem Hirn Ideen und mir fallen tausend Dinge ein, über die ich gerne hier schreiben möchte. Aber jetzt? Stille. Ich hab‘ irgendwie Watte im Kopf. Das mag an den Temperaturen liegen  oder daran, dass ich das Gefühl habe, dass sowieso alle auf Urlaub sind und keiner uns momentan lesen mag. Was natürlich nicht stimmt und das mit dem Temperaturen ist auch so eine Sache…

SommerFRISCHE im Innviertel
Während ich diese Zeilen schreibe, regnet es draußen schon wieder in Strömen – wie war das nochmal mit dem Sommer? Was bildet der sich überhaupt ein? Da übernehme ich – brave Mitarbeiterin wie ich bin –  in der ersten Augustwoche die Urlaubsvertretung und sitze dann bei gefühlten 3.874 Grad im unklimatisierten Büro, während der Rest der Welt im Freibad/am See/am Meer liegt. Die Vorfreude ist dementsprechend groß, als wir uns vergangene Woche dann auf ins schöne Innviertel machen, um mit meiner gesamten Familie ein Wochenende an Bruders wunderschönen Schwimmteich zu verbringen.

Denkste: Gewitter, Regen, 12 Grad.

Vergleichsweise warm ist es dann tatsächlich IM Schwimmteich, in den sich allerdings nur die wahrlich Hartgesottenen, aka Theo, wagen. Jetzt hab‘ ich mich die letzten Jahre endlich mit dem Sommer angefreundet (mehr zu dieser durchwachsenen Liebe lest ihr hier) und dann lacht der mich so derartig aus – FRECHHEIT.

Theo trotzt den Temperaturen

Schon bei der Anreise hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Geplant war ein Zwischenstopp am schönen Attersee mit Badevergnügen. Tatsächlich war es dann so: Die Danners kommen im Strandbad an und der Himmel verfinstert sich – noch während sich Theo und Flo die Badehosen anziehen, fallen die ersten Regentropfen – Theo springt natürlich trotzdem in den See während sich über uns schon ein Gewitter zusammenbraut: Also schnell raus und rein ins Auto – weiter geht die Reise – ins Innviertel.

Theo allein im Attersee

Während der Rest der Familie anreist, verbringen wir den ersten (Regen-) Tag im nahegelegenen Einkaufszentrum. An Shopping ist allerdings nicht zu denken, denn Noah hat Bob den Baumeister und seine Freunde entdeckt – neben Rolltreppen das zweite Highlight des Tages. So schieben wir uns mit 450938 anderen Menschen durch die Gänge, irgendwie logisch, dass wir an einem der kältesten Tage des Sommers nicht die einzigen sind, denen nach shoppen ist. Theo erkundet derweil mit Oma und Opa die Salzwelten in Hallein – auch dort sind sie an diesem Tag nicht alleine.

Noah hat jedenfalls Spaß im Einkaufszentrum, als echtes Landkind ist er so viele Menschen nicht gewöhnt und kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Am Abend gehts zurück zu meinem Bruder Werner, der sich mit seiner Frau Trine schon auf den großen Ansturm der Familie vorbereitet hat.

Noah als Bob der Baumeister

Familienwochenende – eine Tradition
Ich liebe diese Wochenenden mit dem Clan. Begonnen hat das ganze vor mittlerweile 13 Jahren, als wir Geschwister (ich hab‘ zwei ältere Brüder) unserem Papa zum 60er ein gemeinsames Schiwochenende geschenkt haben. Das Wochenende war so nett, dass wir daraus ein Serienprodukt gemacht haben. Mittlerweile in ein Wanderwochenende umgewandelt (einige haben dem Schifahren abgeschworen bzw. erst gar nicht damit angefangen) sind diese Tage mit der Familie ein Fixpunkt im Jahreskreis.

bei der traditionellen Wanderung am Familienwochenende blieb in diesem Jahr keiner trocken.

Ich freu‘ mich immer sehr, wenn wir uns alle sehen, da wir mittlerweile in alle Himmelsrichtungen verstreut leben und beruflich recht eingedeckt sind. So kommen wir abseits von Weihnachten wenigstens noch ein weiteres Mal im Jahr zusammen. So lustig wir es auch immer haben, für die Ehefrauen und -männer, also jener Teil der Familie, der mich und meine Geschwister noch nicht ein Leben lang kennt, ist dieses Wochenende auch immer wieder eine kleine Nervenzerreißprobe.

Der Kampf ums letzte Wort
Mit meinen Brüdern ist es nämlich schon seit jeher so, dass wir alle wahnsinnig gern und viel reden. Mein Mann sagt immer, man müsse warten bis wir Luft holen, um schnell was dazwischenwerfen zu können…
Überhaupt gibt keiner von uns drein gern zu, dass er nicht Recht hat und somit herrscht ein ständiger Kampf ums letzte Wort. Warum das allerdings für „Zugeheiratete“ anstrengend sein soll, versteh ich nicht…;-) Noch dazu, wo die Kinder meines ältesten Bruders – „Kinder“ mit mittlerweile 23 und 26 Jahren – im Vielreden stetig aufholen und zumindest Theo auch ziemlich gut dabei ist. Da sich Noah momentan noch eher pantomimisch  ausdrückt, fällt er noch durch die „Vielredestatistik“. Alles in allem sind wir aber eine sehr lustige Truppe, es wird viel gelacht, geredet und auch gegessen. Daher bin ich auch froh, dass das Wochenende wieder vorbei ist – allein in den zwei Tagen hab‘ ich mindestens zwei Kilo zugenommen.

Für Theo hat diese Woche der Kindergarten wieder begonnen. Gerade der Montag war besonders schwer, denn Theo hat sich mittlerweile gut ans Ausschlafen gewöhnt. Zum Glück war der Unmut aber schnell verflogen und er hat sich dann doch gefreut, seine Freunde wieder zu sehen.

Noah kommt in den Kindergarten
Nächste Woche gehts dann auch für Noah los und er startet in der Krabbelgruppe. Ich muss mich an der Nase nehmen und dem ganzen positiv entgegen sehen, damit Noah dann hoffentlich auch ganz begeistert ist. Ich arbeite daran… Wies läuft mit der Eingewöhnung, die dieses Mal zum Glück der Papa übernimmt, erzähl‘ ich euch dann nächste Woche.

Bis dahin: Genießt euren Sommer – ich wünsch euch ganz viel Eis, Sonne und Badevergnügen!!!