ein kinderfreies Wochenende…

…oder: eine Ode an Oma und Opa…

Christina und Flo beim Sonnenschilauf

Ich kann es immer noch nicht fassen: Flo und ich waren tatsächlich weg. Und zwar ALLEINE. Ich meine so richtig ALLEINE: Ohne Kinder…

Und dass es überhaupt soweit gekommen ist, verdanken wir meinen großartigen Eltern. Sie haben es geschafft, dass uns die Buben vier Tage lang so gut wie gar nicht vermisst haben. Wenn es nach Theo und Noah gegangen wär‘, hätten wir ruhig noch länger weg bleiben können. Das allerdings hätten wir dann doch wieder nicht ausgehalten…

Eine Zitterpartie

Ich hab‘ schon nicht mehr wirklich daran geglaubt, dass wir tatsächlich in den Mini-Schiurlaub fahren können. Nach dem Feiermarathon zu Theos Geburtstag waren wir alle mehr als erledigt. Ich befürchtete, dass wieder einer krank wird. Und dabei hab‘ ich mich schon seit Wochen auf diese Tage gefreut.

Schon Anfang des Jahres haben wir beschlossen, Anfang März noch für ein paar Tage Schiurlaub zu machen. Natürlich mit den Kindern und im besten Fall sollte meine Mama mitkommen und auf Noah aufpassen, während wir mit Theo ein paar Stunden fahren gehen. Aber die Oma hatte andere Pläne. Ihre Einwände hörten sich ungefähr so an: „Was mach‘ ich denn mit Noah die ganze Zeit? In einem Hotelzimmer wird uns ja fad. Da können wir uns nicht g’scheit bewegen. Da haben wir es doch daheim viel schöner. Die Kinder bleiben bei uns zu Hause.“ Wie jetzt? Ist das ihr Ernst? Ich konnte mir das so gar nicht vorstellen: Theo ist zwar schon oft bei den Großeltern geblieben. Aber Noah und ich waren seit seiner Geburt nie länger als ein paar Stunden getrennt. Und er hängt sowieso wie mein Schatten an mir. Ganz zu schweigen von den schlaflosen Nächten, die ich der Oma nun wirklich nicht antun wollte. Nach etlichen Diskussionen setzte sich meine Mama aber dann doch durch und meinte, sie würden das schon schaffen – auch wenn sie ein paar Nächte durchmachen müssen… Tolle Großeltern, gell?

Jedenfalls gesellte sich zu meiner Unsicherheit dann doch große Vorfreude: Ein paar Tag nur für uns? So richtig mit Ausschlafen und nicht-ausgekühlten Kaffee zum Frühstück? Und vielleicht sogar ein bisschen Aprés Ski?

Sonnenschilauf und ein ausgewechseltes Kind

Gesagt getan. Noch am Abreisetag ein kurzer Schreck: Opa kommt mit Verkühlung daher. Na geh! Aber Opa hält die Ohren steif, übernimmt gleich die Kontrolle über Kinder, Haus und Garten. Ohne große Abschiedsszene überlassen wir die Großeltern und die Buben ihrem Schicksal und machen uns auf Richtung Bad Gastein, wo uns vier traumhafte Schitage erwarten.

Nach der ersten Nacht dann der mit Spannung erwartete Anruf daheim – innerlich hab‘ ich ein Stoßgebet gen Himmel geschickt, dass wir nicht gleich wieder abreisen müssen. Meine Mama aber meint nur knapp: „Was du immer hast, der schläft doch eh so gut.“ GRMPF. War klar, oder? Die Buben wissen halt, mit wem sie sich gut stellen müssen… 😉 Wir sind natürlich überglücklich, dass die WG mit Oma und Opa so gut klappt.

Mit Sonnenbrand, Skifahr- und Langlauf-Muskelkater und großer Vorfreude auf unsere Burschen reisen wir schließlich nach vier Tagen wieder ab. Unglaublich, wie man sich auf diese kleinen Quälgeister freuen kann, so sehr haben wir sie vermisst. Theo begrüßt uns gleich mit den Worten: „Wann fahrt ihr wieder mal weg? Es war so super mit Oma und Opa.“ Na, wenn das so ist…

Und das beste an der ganzen Sache? Noah schläft seither wirklich viel besser. Mittags schon mal drei (!!!) Stunden und nachts so gut wie durch. Wir sind begeistert.

Und nicht nur deshalb: DANKE, Mama und Papa, ihr seid großartig!