Hurra – wir leben noch: oder warum du im Flugzeug NIEMALS Pudding am Sitz haben solltest

die Danners vor der Skyline von Manhattan

Was für ein Trip: nach 15-stündiger Reise sind die Buben, die Oma und ich endlich in New York angekommen und die Familie ist wieder komplett.

Ach, ist das schön Flo wieder in die Arme schließen zu können. Inzwischen sind wir mehr oder weniger ausgeschlafen und haben schon einige Stunden im Big Apple hinter uns. So eine Flugreise mit zwei kleinen Kindern hat es schon in sich…Aber fangen wir von vorne an:
Schon in der Nacht vor der Abreise habe ich quasi kein Auge zugetan: Hab ich an alles gedacht? Alle Flugunterlagen, Reisepässe, Notfallmedikamente, Versicherungsdaten, Kamera, Elektrozeugs, Windeln und Verpflegung für Noah eingepackt? Tausende Gedanken, die einem da morgens um 2.40 Uhr durch den Kopf gehen.
Nach einem letzten Imbiss bei der Fastfoodkette unseres Vertrauens – wer weiß schon, ob die in Amerika auch Spielzeug im Happy Meal haben – geht es weiter nach London. Noah ist beim Start schon eingeschlafen, Theo völlig gebannt von allem im Flieger und rund herum – so weit so gut.
In London angekommen bin ich dann unendlich dankbar für die anfangs endlos erscheinenden drei Stunden Aufenthalt. Doch wer schon mal auf dem Flughafen in Heathrow war weiß: drei Stunden sind gar nix – zuerst Flieger, dann Bus, dann Zug (ja, auf diesem Flughafen fährt tatsächlich ein Zug von einem Terminal zum anderen), dann noch durch die Sicherheitskontrolle. Und weil Oma Traudi vergisst ihre Brille abzunehmen während sie mit Noah am Arm durch den Scanner geht, fängt das Teil natürlich zu piepsen an. Ganz professionell wie das eben zugeht am Flughafen wird sogar Baby Noah abgetastet: Stimmt schon, so manche Bombe hatte er tatsächlich schon in der Windel…
Weiter geht´s im großen Flieger Richtung New York City: Auf gefühlt 1,5 Quadratmetern machen wir es uns zu viert gemütlich. Nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten fliegen wir los: Ich finde das ja immer recht angenehm, wenn man schon im Flieger sitzt und sie einem sagen, dass sich „aufgrund technischer Probleme der Abflug um ca. 30 Minuten verzögert“ – da fühlt man sich doch gleich viel sicherer.
Die erste Enttäuschung für Theo kommt recht schnell: der versprochene eigene Fernseher im Flieger ist dann doch recht klein und es gibt nur zwei Filme auf Deutsch, die er beide nicht mag. Doch Mama sei Dank gibt es zum Glück noch das pädagogisch wertvolle Tablet, welches sich zu diesem Zeitpunkt als wahrer Lebensretter entpuppt.
Auch das erstaunlich gute Flugzeugessen wird zum Geschicklichkeitsparcours für die Oma und mich: Theo verschmäht die Kost komplett und ernährt sich während der Reise ausschließlich von Früchteriegeln und Gummibärchen – was soll´s, kommen auch wieder andere Tage. Noah hingegen ist schwer begeistert von allem und würde gern das gesamte Tablett an sich reißen: Eingeklemmt zwischen Oma und mir verspeist er genüsslich Risotto und Hühnchen. Ich vertage meine Mahlzeit auf später, denn Noah zu bändigen bedarf beider Hände. Ich bitte meine Mutter, mir doch den Schokopudding aufzuheben.
Noah und ich sind auf dieser acht-stündigen Flugreise Dauergäste bei den Stewardessen und Stewards in der „Küche“, jenem Bereich, wo Essen und Getränke hergerichtet werden. Da gibts viele Lichter und Knöpfe (keine Sorge, wir haben nirgends gedrückt) und immer irgendwen, der einen unterhält. Ich bin dem tollen Personal von British Airways sehr dankbar für die Dauerbespaßung.
Irgendwann ist dann aber auch für meine Kinder Schlafenszeit und ich wandere mit Noah zu unserem Sitzplatz zurück, wo ich mich mit vollem Schwung in den Stiz fallen lasse. Auf dem meine Mutter – ihr ahnt es schon – den Pudding zwischengelagert hat. Wir brechen beide in hysterisches Gelächter aus: so ein riesiger, brauner Fleck auf dem Hinterteil…ach was soll´s, ist auch schon egal…Irgendwann schlafen beide Kinder und Oma und ich versuchen, eingekeilt zwischen Füßen, Händen und Handgepäck, etwas zu entspannen bis wir schließlich in New York landen.

bestes Selfie vorm World Trade Center 😉

Alles in allem bin ich wahnsinnig stolz auf meine zwei Jungs: sie haben die anstrengende Reise ganz tüchtig gemeistert. Durch den wenigen Schlaf im Flieger haben wir auch den Jetlag ausgelassen und sind somit schon ganz angekommen: hier in unserem gemütlichen Apartment in New Jersey, direkt am Hudson River…

Was wir den ganzen Tag so unternehmen und wie wir die Stadt mir Kindern ganz neu erleben, lest ihr demnächst hier.