Jetlag, Schlager und Dosenöffner

Theo und Noah daheim

 Wir sind wieder daheim! Oder sagen wir es so: Teile von uns sind wieder daheim. Denn unsere innere Uhr ist in Kalifornien geblieben. Und Flo fehlt auch noch. Doch der Reihe nach.

Die Reise zurück nach Österreich hat mehr als 24 Stunden gedauert. Zuerst ging es von San Francisco in den frühen Morgenstunden nach New York, wo wir einen halben Tag am Flughafen verbracht haben, bevor schließlich unser Nachtflug nach London ging.
Von dort sind wir dann weiter nach Wien geflogen, wo uns der Opa schon am Flughafen erwartete. Die Wiedersehensfreude war groß und Theo fiel seinem geliebten Opa gleich in die Arme. Die Buben waren auch bei der Rückreise wieder ganz tüchtig und haben bis zur Landung in London auch ein paar Stunden geschlafen. Was man von der Oma und mir nicht behaupten kann. Nach mehr als 24 Stunden ohne Schlaf waren wir sehr glücklich, in die eigenen Betten zu fallen.
Nur um ein paar Stunden später wieder aufgeweckt zu werden. Während bei Theo kaum ein Jetlag zu
spüren ist, macht Noah die Nacht zum Tag. Letzte Nacht war erst um zwei Uhr morgens Schluss mit lustig für Noah und auch ich konnte endlich ein paar Stunden schlafen. Scheinbar ist es für Stillkinder noch schwieriger mit der Reise über mehrere Zeitzonen zurecht zu kommen, da sich auch die Muttermilch erst wieder dem neuen/alten Rhythmus anpassen muss. So trinkt/isst Noah momentan untertags zu wenig, weil eigentlich für ihn ja Nacht ist und hat demnach nachts so richtig Appetit. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir irgendwann wieder schlafen werden – so in drei bis vier Monaten….;-)
Neben dem Jetlag sind wir sehr glücklich wieder daheim zu sein. Unglaublich, wie toll alles zu Hause ist. So ein paar Monate „Entzug“ von den ganzen Habseligkeiten schaden gar nicht. Man freut sich dann umso mehr über die eigenen Dinge. Man vergisst aber auch schon nach drei Monaten, was man alles hat. Ich konnte mich zum Beispiel nicht mehr erinnern, ob wir jemals einen Dosenöffner besessen haben. Nach einigen Minuten des Herumwühlens in diversen Laden ließ sich aber auch dieses Ding finden.
Theo ist derzeit wohl das glücklichste Kind auf Erden. Er spielt stundenlang mit seinen geliebten Spielsachen und das Beste sind sowieso unsere Nachbarskinder Constantin und Magdalena, die gleich zum Spielen eingeladen wurden. Mein Mamaherz geht über vor Freude, wenn ich Theo mit seinen Freunden durchs Haus toben höre und sehe, wie unglaublich glücklich unser Großer ist.
Nach anfänglicher Überforderung hat auch Noah der Tatendrang gepackt: Es gibt für ihn hier wieder soviel zu entdecken, denn für ihn ist daheim alles wieder neu. Und auch der Opa war anfangs noch fremd, mittlerweile haben die beiden aber schon wieder eine Mordsgaudi. Ich jedenfalls versuche derweil das Haus „noahsicher“ zu machen: Vor unserem Abflug konnte er noch nicht krabbeln und kaum sitzen, jetzt ist er nicht mehr zu bremsen. Also heißt es  Steckdosen zumachen, Laden umräumen, Stiegen sichern…Fad wird uns also sicher nicht bis Flo am kommenden Freitag heimkommt.
Theo hat jetzt jedenfalls eine Weile genug von der englischen Sprache. Das geht soweit, dass wir im Auto keine Sender mehr hören dürfen, wo fremdsprachige Lieder gespielt werden. Also laufen auf dem Weg zum Einkaufen und zum Kindergarten derzeit Schlager im Auto. Theo ist begeistert, die Mama weniger. Ich hoffe inständig, dass sich das wieder legt, genauso wie Noahs Jetlag. Und bis dahin räume ich zur Sicherheit alle CDs deutschsprachiger Interpreten ins Auto: „Michael und Marianne“ und ihr Hit „Wenn Berge träumen“ sind einfach nicht so meins…
Hier am Blog wird es auch in Zukunft mit Geschichten von und mit den Danners weitergehen. Wir freuen uns, wenn Ihr uns weiter begleitet!