Kindergeburtstag: Es schneit IM Haus

WIR HABEN ÜBERLEBT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! 

Jetzt haben unsere Ohren wieder fast ein ganzes Jahr Zeit, sich von Theos Kindergeburtstags-Party zu erholen…Meine Güte, da war was los.

Theo hat also vergangenes Wochenende seinen sechsten Geburtstag mit seinen Freunden gefeiert. Und zwar daheim, ohne Partyplaner, Indoor-Spielplatz, Zauberer, Clown oder ähnlichem. Das heißt, wir haben auch heuer wieder alles selber gemacht und ganz ehrlich: So anstrengend, laut und chaotisch das auch sein mag, ich würde es immer wieder so machen.

Der Chef kümmert sich selbst um die Dekoration.

Der sechste Geburtstag ist ein ganz wichtiger für das Kind: Sonderstellung im Kindergarten als Schulanfänger, Schuleinschreibung und viele andere wichtige Ereignisse, die in diesem Lebensjahr auf uns Eltern zukommen. Leider auch, dass jetzt auch im Zug, Zoo, beim Schifahren und Freibad Eintritt für das große Kind bezahlt werden muss. 😉 Und dieser wichtige Tag muss natürlich gebührend gefeiert werden – eh klar.  Und natürlich darf sich das Geburtstagskind auch das Motto aussuchen.

Wie groß war meine Erleichterung als Theo Anfang des Jahres entschied, eine Cars-Party zu machen – juhuuuuu – mein faules Deko-Herz freute sich. Ich also ran an die Inspirationquelle Nummer eins: Pinterest (hier könnt ihr uns übrigens auch folgen).

Dort findet man ungefähr 345.093  Ideen zum Thema: Cars-Torte, Cars-Krone, Cars-Deko, Cars-Spiele, sogar die Strecke fürs Bobbycar-Wettrennen hab‘ ich im Gedanken schon ausgesteckt. Und was passiert dann? Richtig. Das Kind ändert seine Meinung – GRMPFFFFFFFFFFFFF. Er will – passend zu seiner aktuellen Leidenschaft – eine Schispringer-Party machen.

Improvisation ist alles

Ein Motto, dass jetzt nicht soooo oft genommen wird, scheinbar. Im Netz finde ich absolut gar nichts Passendes. Der einzige Programmpunkt, den Theo beisteuert ist ein Weitspringen mit seinen Freunden. Also wende ich mich vertrauensvoll an meine liebe Facebook-Community mit der Bitte um passende Spiele für dieses doch sehr spezielle Thema. Und ich muss schon sagen, ich liebe den Austausch dort: So viele tolle Ideen, so liebevoll und kreativ. Folgende Spielideen haben wir dort unter anderem gesammelt und sie lassen sich ganz wunderbar auch auf andere Mottos umlegen:

  • Weitsprung-Wettbewerb
  • Anzieh-Wettbewerb: Zwei Schianzüge, Helme, Schals,… Immer zwei Kinder gegeneinander antreten lassen, wer sich schneller anziehen kann.
  • Ziel-Wettbewerb: Eine Kartonwand mit einem Schispringer gestalten und Löcher reinmachen: Zielschießen mit Papierbällen
  • Schnitzeljagd mit passenden Schisprung-Fragen
  • Wickel-Wettbewerb: Flaschen oder Karton als Schlitten oder Schispringer gestalten und eine lange Schnur daran befestigen – wer kann die Flasche oder den Karton am schnellsten einwickeln?
  • Matchbox-Sprungbewerb: Schanze aus Karton/Schachteln/Brettern basteln und kleine Autos im Sprungbewerb antreten lassen – auch mit Eiswürfeln möglich
  • Schispringer-Wettessen: Wie das klassische Schokoladeessen. Es wird reihum gewürfelt, bei einem Sechser muss das jeweilige Kind schnell Handschuhe, Schal und Haube anziehen und darf dann soviele Gummibärchen/Milka Naps (macht das Ganze schwieriger mit dem Auspacken)/Weintrauben essen, bis der Nächste einen Sechser würfelt.

Ihr seht also: Egal welches Motto sich Euer Kind aussucht, es gibt unzählige Varianten klassischer Spiele, die ihr machen könnt.

Wir haben von den ganzen Ideen letztlich kaum etwas gebraucht, weil uns der Wettergott in diesem Fall wohlgesonnen war. Durch die eisigen Temperaturen der letzten Tage ist das bisschen Schnee in unserem Garten liegen geblieben und wir konnten mit den Kindern rausgehen zum Bobfahren. Und hätten wir nicht beim Einbruch der Finsternis die Partygäste wieder reingejagt, würden sie wohl immer noch rutschen. 😉

Passend zum Motto habe ich mit Theo gemeinsam die Einladungen gebastelt und bemalt. Ich finde es ganz wichtig, dass das Kind dabei selbst aktiv wird. So bekommt jede Einladung eine persönliche Note. In Theos Fall hat er die Anzüge der Schispringer in den Lieblingsfarben des Gastes gestaltet und hat sich dabei wirklich viel Mühe gegeben.

Die fertigen Geburtstagseinladungen: bunt und individuell gestaltet.

Theos Geburtstagseinladungen: So schaut der Innenteil aus.

Theos Party war auch vom Ablauf her recht gut und daher kann ich folgende Zeiteinteilung sehr empfehlen:

  • Wir haben um 15 Uhr angefangen – nächstes Jahr werden wir das eventuell auf 14 Uhr vorverlegen. Aber solange Noah mittags noch schläft, soll er Zeit zum Aufwachen haben, bevor der Trubel losgeht.
  • Die Kinder haben solange frei gespielt bis alle da waren und gut angekommen sind.
  • Danach wollte Theo die Geschenke auspacken: Nachdem jedes Kind seines als erstes überreichen wollte, haben wir ein Spiel daraus gemacht: Flaschendrehen. Das Geburtstagskind dreht die Flasche. Das Kind, auf das die Flasche als erstes zeigt, darf sein Geschenk hergeben. Danach darf dieses Kind dann die Flasche drehen. Und so weiter.
  • Danach gabs Geburtstagstorte und Kindersekt. Theo hat sich in diesem Jahr eine Sachertorte gewünscht. Ich bin keine große Tortenbäckerin, aber mit einem guten Rezept hab‘ ich sie auch gut hinbekommen. Mit Schispringer oben drauf versteht sich.

Die passende Torte für unsere Schispringer.

  • Ganz egal wie das Wetter ist: Wir würden IMMER einen Teil der Party draußen machen. Dieses Jahr wars günstig zum Bobfahren, im letzten Jahr wars gatschig und wir haben mit Gummistiefeln und Gatschhosen trotzdem eine tolle Schatzsuche draußen gemacht (Hier kommt gibts noch einmal alles über die Gartenpiraten zum Nachlesen). Ich kann den Outdoor-Part nur empfehlen: Die Kids lieben es und es vergeht die Zeit auch gleich viel schneller. Im besten Fall geht einer mit den Kindern raus, während der andere drinnen das Kuchenmassaker wegräumt und die Jause vorbereitet.
  • Nachdem die Meute wieder reinkam, wurden zuerst einmal alle trocken gelegt und mit Getränken und Snacks versorgt. Nachdem in die klassische Schatzsuche in diesem Jahr nicht recht zum Thema passte, habe ich das ganze in eine Schispringerprüfung umgewandelt, die dann auch gedauert hat bis die ersten Eltern um 18 Uhr zum Abholen gekommen sind. Die ganze Prüfung könnt ihr – wenn es Euch interessiert – unten noch nachlesen. Die Prüfung hat natürlich jeder bestanden und als Preis gab es kleine Sackerl mit kleinen Geschenken für alle.
  • Ab 18 Uhr gabs dann Pizzaschnecken, Gemüsesticks und Salzgebäck für Groß und Klein und es wurde mit den Eltern noch ein bisschen weitergefeiert.
  • Und zum krönenden Abschluss gabs noch für jedes Kind ein Luftballontier von Flo.
Wichtigste Lektion: Holt Euch Unterstützung!

Ich kann mich gar nicht oft genug bei meiner wunderbaren Nichte – Theos Taufpatin – und ihrem Freund bedanken, die uns auch heuer wieder tatkräftig bei der Party unterstützt haben und dafür extra aus Oberösterreich angereist sind.

Gerade wenn ihr noch kleinere Geschwister zu Hause habt, müsst ihr einen Erwachsenen schon für das kleine Kind abstellen, damit das bei der Party nicht unter die Räder kommt. Und dann ist es noch super, wenn bei den Spielen jemand assistieren kann und mit den Kindern rausgeht, während man drinnen den nächsten Programmpunkt vorbereitet.

Also: Solltet ihr den Kindergeburtstag auch zu Hause feiern, bittet doch Opa, Oma, Tante, Onkel oder Freunde euch zu unterstützen. Und fragt nur jene Personen, die euch dann nicht noch zusätzliche Arbeit machen. 😉

Zweitwichtigste Lektion: Einen Plan haben!

Auch heuer bin ich wieder froh, dass ich mir vorab einen ungefähren Plan des Nachmittags gemacht habe. Was machen wir wann? Welche Spiele machen wir, wenn die Stimmung kippt?

Auch wenn ihr das ganze Entertainment dann nicht braucht, weil die Kids so super alleine spielen – wunderbar. Aber es tut gut zu wissen, was man mit den kleinen Monstern macht, wenn sie nicht mehr miteinander spielen wollen oder beginnen, das Haus zu verwüsten.

Schispringer-Prüfung

Es muss nicht immer eine Schatzsuche oder Schnitzeljagd sein. Diese „Prüfung“ lässt sich auch mit wenig Platz ganz gut machen und man braucht dazu auch nicht viel Equipment. Ihr könnt die Geschichte auf jedes beliebige Motto umtexten. Und man muss auch nur ein paar Dinge dazu vorbereiten.

Nachdem die Kinder von draußen reingekommen sind, hab‘ ich ihnen folgendes vorgelesen:

Liebe anwesende Spitzensportler-Kinder,

nachdem ihr alle zu Theos Schispringer-Party gekommen seid, müsst ihr natürlich auch beweisen, dass ihr auch alle wirklich gute Schispringer seid. Denn nur richtig gute Schispringer können die waghalsige und über-drüber-schwierige Schispringer-Prüfung bestehen. Und dann auch den Preis gewinnen, den nur ganz gute Schispringer bekommen.

Es ist nämlich so, dass Schispringer nicht nur auf der Schanze beim Springen gut sein müssen. Das habt ihr jetzt draußen ja alle schon bewiesen. Nein, Schispringer müssen auch beim Training drinnen richtig, richtig gut sein. Und das Training besteht aus Geschicklichkeitsübungen und Schnelligkeitsübungen und die müsst ihr jetzt gemeinsam bestehen.

Ihr bekommt jetzt vier Aufgaben, die ihr lösen müsst, um den Schispringer-Preis zu gewinnen.

Aufgabe 1

Ein echter Schispringer muss schnell sein! Zeig‘ beim Sockentanz, was du drauf hast. (Dazu brauchst Du einen Socken pro Kind und Musik, die du immer wieder stoppen kannst – ist ähnlich wie „Reise nach Jerusalem“ nur statt dem Sessel wird immer ein Socken weggenommen.)

Aufgabe 2

Ein echter Schispringer braucht viel Kraft. Und um Kraft zu bekommen, muss man essen. Oft müssen Schispringer aber auch essen können, wenn sie die Schi tragen und keine Hand frei haben. Zeige, ob du ohne Arme und Hände zu benutzen ein Maisstangerl von der Liftschnur essen kannst! (Maisstangerl, Brezel oder sonstiges größeres Knabberzeugs an Schnüre binden – ein Kind nach dem anderen versucht sein Stangerl von der Schnur zu knabbern – die Hände sind hinter dem Rücken verschränkt.)

Aufgabe 3

Oft schneit es vor einem Wettkampf ganz viel und die Schispringer müssen erst die Schanze reinigen bevor sie überhaupt springen können. Das ist ganz schön viel Arbeit. Da müsst ihr alle zusammenhelfen und die Schneeflocken wieder einsammeln! (Alufolie zerschnipseln und im Wohnzimmer ausstreuen – jedes Kind bekommt einen Strohhalm und muss damit die Aluschnipsel aufsaugen und in einen Kübel pusten)

 

Es schneit!

Alle helfen mit beim Schneeflocken einsammeln.

Aufgabe 4

Oft ist beim Schispringen die Sicht so schlecht, dass die Schispringer trotz Schibrille einfach gar nichts sehen. Darum müssen sie unbedingt ihre Sinne schärfen, damit sie auch ohne Sehkraft zurecht kommen. Manchmal ist es so nebelig, dass sie ihre Freunde nur ertasten können. Zeige, ob du das auch kannst. (Immer einem Kind die Augen verbinden, danach ein bis zwei andere Kinder vor das „blinde“ Kind stellen und ertasten lassen, wer es ist.)

 

Das war also Theos sechster Geburtstag – vielleicht ist die eine oder andere Idee für euch dabei. Ich freu‘ mich, wenn ihr eure besten Spiele in den Kommentaren mit uns teilt.