Mit Kind, Kegel und Oma Waltraud nach Amerika

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Central Park New York City

Ja, es stimmt: die Danners fliegen nach New York – so weit, so unspektakulär…

Dass es aber eine Mini-Auswanderung für drei Monate (für Flo sogar vier Monate) wird, ist dann doch ziemlich aufregend.
Doch zunächst zurück zum Start oder besser gesagt „was um alles in der Welt hat uns geritten, mit zwei kleinen Kindern auszuwandern????“: Natürlich ist der Mann dran schuld…;-)
Flo hat sich schon vor einigen Monaten für das Burns-Fellowship beworben: ein renommiertes Journalisten-Austauschprogramm zwischen Deutschland und den USA. Richtig: Deutschland. Die Chancen, als Österreicher einen der begehrten 10-15 Plätze zu bekommen ist recht unwahrscheinlich. Und noch unwahrscheinlicher in einem Jahr wie heuer: einem Wahljahr, indem sich noch viel mehr JournalistInnen für dieses Programm bewerben, um beim Showdown zwischen Clinton und Trump live dabei zu sein…Trotzdem: probieren musste er es.
Und dann hatten wir es eines Tages schwarz auf weiß: Flo darf für vier Monate bei einem der größten Sender in den USA, nämlich NBC mitarbeiten.  Nach der anfänglichen Schockstarre war schnell klar, dass das eine Riesenchance ist, die genutzt werden muss. Und ebenso schnell war klar:  Wir kommen mit! Wann wenn nicht jetzt? Ich bin noch in Karenz und die Kinder sind noch nicht schulpflichtig – leichter wird´s nicht mehr.
Nach der anfänglichen Euphorie kam dann schnell eine Woge aus Unsicherheit, Panik und Überforderung: Was wird aus unserem neu gebauten Haus? Wie wird sich das finanziell ausgehen? Wie kann ich den Alltag mit zwei kleinen Kindern in einer fremden Umgebung schaffen? Wo wird es hingehen? Wo werden wir wohnen? Mit zwei kleinen Kindern in die City „that never sleeps“? Angesichts der Schlaflosigkeit unseres kleinen Sohnes Noah dürfte zumindest Letzteres kein Problem darstellen…
Inzwischen haben sich einige Dinge geklärt, andere wiederum sind noch offen: Die Apartmentsuche in New York ist alles andere als einfach, zumal sich wahnsinnig viele BetrügerInnen dort herumtreiben, für die wir als Touristen bzw. AusländerInnen ein gefundenes Fressen darstellen. Aber Flo ist inzwischen ja schon vor Ort und wird hoffentlich bald etwas kleines, feines für uns finden. Dazu demnächst hoffentlich mehr…
Wirklich großartig in diesem ganzen Vorbereitungs-Wirr-Warr ist, dass sich meine Mama, Waltraud bereit erklärt hat mit uns mitzukommen. Diese coole Seniorin hat keinen Augenblick lang gezögert und gesagt: „Klar flieg ich mit, nach Amerika komm ich sonst nimma!“ Danke, Mama, ohne dich würd ich das nicht schaffen!
Vor allem weil Flo durch die Wahlberichterstattung schon früher und länger in den USA sein wird wäre der lange Flug mit den Kindern für mich schon eine große Hürde gewesen. Zwei Buben, von denen einer noch nicht mal sitzen kann…Allein der Gedanke an Toilettengänge im Flieger mit den Beiden…das könnt ihr euch jetzt selbst ausmalen…
Und was wird aus Opa Josef? Da mein Vater nicht unbedingt der Fernreiser ist, bleibt er lieber daheim und versorgt sowohl sein eigenes als auch unser Haus, wofür wir auch sehr dankbar sind!
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