Oh du fröhlicher Hustinettenbär

Oh du fröhlicher HustinettenbärOh du fröhlicher Hustinettenbär: Stille Nacht? Nicht bei uns Danners.

Ich war heuer so gut auf Weihnachten vorbereitet wie noch nie.

Alle Geschenke sind schon seit Tagen fertig verpackt und warten im geheimsten Geheimversteck (das ich spätestens ab nächstem Jahr überdenken muss, falls Theo dann schon zu suchen beginnt) auf ihren großen Auftritt.

Die Verwandtschaft ist eingeladen und zum ersten Mal, seit ich meinen Mann kenne, gibt es keine Terminkollisionen an den Weihnachtsfeiertagen. Eigentlich sollten wir suuuuper entspannt und strahlend vor Vorfreude sein, richtig? Falsch.

Denn Noah ist verkühlt – schon wieder. Und das zwei Tage vor seinem ersten Geburtstag. Nein, es ist nicht schlimm. Zumindest nicht aus ärztlicher Sicht. Denn es ist – wie so oft – „nur“ eine Erkältung. Ich kann es ehrlicherweise schon nicht mehr hören, dieses „die Lunge ist frei, er ist nur verschnupft und dadurch entsteht der Hustenreiz nachts – da kann man nur abwarten!“. Immer das gleiche. Dass wir aber trotzdem nächtelang nicht schlafen, weil Noah durchhustet, ist wahnsinnig anstrengend. Und natürlich hat er inzwischen die gesamte Familie angesteckt. Und so röcheln wir uns durch die vorweihnachtlichen Tage. Natürlich sind wir froh, dass es nur eine harmlose Erkältung ist, aber es ist gefühlt die 34. Verkühlung für Noah in diesem Jahr. In seinem ersten Lebensjahr. Immer wenn du glaubst, er ist jetzt endlich ganz gesund, kommt schon der nächste Infekt – willkommen im durchschnittlichen Elterndasein.

Babyschnupfen als Vorweihnachtsentschleunigung und ein bunter Windelinhalt

Untertags schläft Noah am besten, wenn wir mit ihm in der Babytrage spazieren gehen. Mit so einem zusätzlichen 11-Kilo-Brökerl entpuppt sich die hügelige Runde im Wienerwald durchaus als anspruchsvolles Workout. So verbrennen wir wenigstens ein paar Kalorien von den Weihnachtskeksen. Aber nur so kann Noah halbwegs hustenfrei einmal täglich eineinhalb Stunden schlafen. Und die frische Luft macht auch müde Eltern wieder munter.

Ansonsten versuchen wir das beste aus Noahs Kranksein zu machen. Von den geplanten vorweihnachtlichen Feiern und Einladungen nehmen wir nur ganz wenige wahr und bleiben mit den Kindern zu Hause.

Seit wir Eltern sind, sind uns sowieso jene Parties am liebsten, die schon am Nachmittag beginnen, dann sind wir zum Schlafenlegen der Kinder wieder daheim und am nächsten Tag um 6:30 Uhr „topfit“, wenn Theo sein nächstes Adventkalender-Sackerl aufmachen darf. Die letzten Tage gab es da ein paar besondere Highlights. Er durfte zum Beispiel sein Zimmerfenster mit Fingerfarben anmalen. Auch Noah nutzte dabei die Gunst der Stunde und verspeiste ein paar Stücke Play-Doh, welches in derselben Kiste aufbewahrt wird wie die Fingerfarben – das bunte Ergebnis seiner Jause gab es nächsten Tag in der Windel…

Außerdem wurde Geschenkpapier bemalt und als absolutes Highlight der Woche eine Taschenlampenwanderung mit Papa. Wir genießen die Vorweihnachtszeit also heuer auf ganz ruhige Art und Weise, immer begleitet von dem einen oder anderen Hustenanfall.

Wenn Theo ganz fad ist, wird das Wohnzimmer schon mal zur Schirennstrecke umfunktioniert und alle (inklusive Noah) müssen ihre Schihelme aufsetzen. Warum er im Haus seine Schi nicht anschnallen darf (neuer Parkettboden!!!), wird Theo zwar nie verstehen, aber auch so macht das Trockentraining Spaß.

Geburtstags- und Weihnachtsmarathon

Übermorgen starten dann die Festivitäten im Hause Danner. Nämlich heuer schon am 23. Dezember, denn dann wird Noah ein Jahr alt. Unglaublich, wie schnell dieses Jahr vorbeigezischt ist. Und da steht er jetzt schon, mein großer Bub, und macht seine ersten Schritte. Ja, er ist schon allein ein paar Schritte gelaufen: natürlich genau, als ich am Weg zu meiner Büro-Weihnachtsfeier war – das ist ja wiedermal typisch. Da lebe ich mit dem Kind meist in einer 24-Stunden-Symbiose und er unternimmt seine ersten Gehversuche genau dann, wenn ich mal Ausgang hab. Aber ich bin mir sicher, er wird bald so viel alleine laufen, dass ich mir das quasi unbewegliche Neugeborene wieder zurückwünschen werde.

Also begehen wir am Freitag Noahs ersten Geburtstag, am Samstag dann meinen 25. (muss ja keiner wissen, dass es schon mein achter 25. Geburtstag ist), den heiligen Abend und dann gehts weiter mit Verwandtschaftsbesuchen bis zum 28. Dezember. Ich freu‘ mich schon auf die Familie. Es wird laut, bunt und lustig – ich liebe Weihnachten. Und im besten Fall nimmt das Christkind auch Noahs Erkältung gleich mit und tauscht sie gegen zwei verkühlungsfreie Wochen: Mehr wünscht sich die Mama heuer nicht.

Wir Danners wünschen Euch und Euren Lieben ein wunderschönes Weihnachtsfest. Habt es gut!!!!