Schrottwichteln und literweise Zwiebelsaft

Schrottwichteln und literweise ZwiebelsaftSchrottwichteln und literweise Zwiebelsaft: Es ist zwar schon der 10. Jänner und trotzdem möchte ich Euch mein absolutes Weihnachtshighlight nicht vorenthalten. Schon mal was von Schrottwichteln gehört? Wichteln ist ja längst in aller Munde und eine super Sache: Statt sich mehrere Geschenke halbherzig zu überlegen, kann man sich so auf eine Person konzentrieren und sich etwas wirklich Nettes einfallen lassen. Heuer wollten wir mit Freunden mal was Neues ausprobieren und kamen auf das Schrottwichteln – von einer Freundin auch liebevoll „Dreckswichteln“ genannt.. 😀

Dinge, die du dir sicher noch nie gewünscht hast

Die Regeln: Jeder und jede der Runde sucht zu Hause einen Gegenstand, den er nicht mehr braucht. Es darf keinesfalls etwas gekauft werden. Man glaubt ja gar nicht, was man da so alles herumstehen hat. Das Ding der Wahl wird verpackt und beim gemeinsamen Treffen auf dem „Gabentisch“ platziert. Dann wird reihum gewürfelt und bei einem Sechser darf sich die Person ein Geschenk aussuchen. Das geht so weiter bis alle ein Packerl haben. Dann wird ausgepackt und sich mehr oder weniger über die neue Errungenschaft gefreut.

Zusätzliche Bedingungen sind, dass das Geschenk mindestens ein Jahr aufgestellt und wenn es ein Bild ist, sogar aufgehängt werden muss. Ist es ein Gebrauchsgegenstand muss es benutzt werden. Das Einhalten dieser Gesetze wird natürlich regelmäßig von der Runde kontrolliert. Und tatsächlich: Des einen Schrott ist des anderen Freud. Oft bekommt man tatsächlich etwas, das man brauchen kann. In unserem Fall zum Beispiel originalverpackte Glasschüsseln. Die Maus und die DVD sind da schon eine andere Geschichte… So lustig war Wichteln jedenfalls noch nie – Schrottwichteln wird auf jeden Fall zur Tradition.

Das Dannerische Lazarett

Die kleine nachweihnachtliche Feier inklusive Schrottwichteln war eine herrliche Ablenkung von der aktuellen Krankensituation im Hause Danner. Denn meine Männer wurden von der echten Grippe heimgesucht. Natürlich bleibt die Mama da verschont, eine muss schließlich als 24-Stunden-Pflegerin zur Verfügung stehen. Diesmal hat es die Männer aber wirklich ordentlich erwischt: Tagelanges Fieber über 39 Grad, später dann nächtelanges Husten. Und das Schlimmste daran ist, dass man sich mit der Tatsache abfinden muss, dass gegen Husten nunmal nix hilft. Ich habe in einem Artikel gelesen, dass von Kinderärzten Hustensaft nur zur Beruhigung der Eltern verschrieben wird, damit sie das Gefühl haben, zumindest irgendetwas zur Linderung beizutragen. Helfen tut im Endeffekt alles nix, mit Ausnahme des guten alten selbstgemachten Zwiebelsafts.

Zwiebelhustensaft – der heilsame Liebestöter

Und der hilft meiner Meinung nach wirklich. Einziger Nachteil: arger, zwiebeliger Mundgeruch. Aber wenns hilft, wird halt ein paar Tage nicht so viel geschmust… 😉

Das Rezept: Eine kleingehackte Zwiebel mit so viel Wasser aufgießen bis die Stückchen schwimmen. Dann zwei gehäufte Esslöffel Zucker dazu. In einem verschließbaren Gefäß gut durchschütteln und im Kühlschrank ein paar Stunden ziehen lassen. Für Kinder drei bis vier Mal täglich einen Teelöffel abschöpfen. Erwachsene können drei bis vier Mal täglich einen Esslöffel nehmen. Im Kühlschrank hält der Saft bis zu vier Tage. Nach dem ersten Tag mit Zwiebelsaft konnte Theo endlich wieder bis in die Morgenstunden durchschlafen – wir sind also total überzeugt.

Euch allen, die noch mit Grippe/Erkältung/usw. geplagt sind: Gute Besserung von uns Danners!