von Passfotos und anderen Katastrophen

Passfotos: Seit es die neuen Kriterien gibt nicht unbedingt die vorteilhaftesten „Schnappschüsse“.

Ganz ehrlich: Wer schaut denn in Wirklichkeit so aus? starrend, mit ausdruckslosen Gesichtszügen und weit aufgerissenen Augen. Also ich möchte mir ja so nicht begegnen.
Umso unterhaltsamer (für Nichtbeteiligte) ist das Passfotoprozedere mit zwei kleinen Kindern. Während Theo – ganz der Papa – das Shooting mit beneidenswerter Selbstverständlichkeit meistert, schaut die Sache bei Noah schon ganz anders aus.
Nachdem wir zwei bis fünf Geschäfte abgeklappert haben, die keine Babyfotos machen können, landen wir schließlich bei Geschäft Nummer sechs, die das Unmögliche möglich machen können. Manche Familienmitglieder sind kurz vorm Einschlafen, aber was sein muss muss sein…
Die Schlange ist lang, denn seltsamerweise brauchen viele Menschen zur Hauptreisezeit neue Reisepässe. Doch schließlich landen auch wir im vielversprechenden Fotokammerl. Der nette Herr mit der Kamera deutet auf einen Hocker ohne Lehne und meint, Noah möge doch bitte darauf Platz nehmen. Dass besagtes Baby erst fünf Monate alt ist und noch nicht sitzen kann dürfte er übersehen haben. Nachdem dieses Missverständnis geklärt ist wird Noah in einer Babywippe platziert, denn außer dem Baby darf niemand auf dem Bild sein.
Noahs Laune ist mittlerweile unter den Gefrierpunkt gesunken und er jammert. Der nette Herr mit der Kamera meint, Noah müsse für das Foto den Mund zumachen und wir sollen ihm den Mund schließen. Schon mal versucht, einem quengeligen Baby den Mund zuzuhalten? Eben. Der Mund bleibt offen und wir nehmen die Fotos mit nach Hause. Was für prächtige Bilder fürs Familienalbum. Zum Glück gilt der Pass ohnehin nur zwei Jahre…
Theo "dekoriert" Noah...

Theo „dekoriert“ Noah…

Da Theo schon Ferien hat sind beide Kinder nun daheim. Die viele Zeit bringt meinen Erstgeborenen immer wieder auf großartige Ideen: So liebt er es momentan, Noah zu „dekorieren“ – so wie oben mit einem Stück Küchenrolle am Kopf oder mit einer Clownsase. Noah erträgt alles (noch) stoisch und Theo hat seinen Spaß. Trotzdem kommt Mama neben den beiden Rabauken zu nichts. Dass ich diesen Blog schreiben, unsere Immigrationspapiere für die USA ausfüllen und packen kann hab ich wiedermal Oma und Opa zu verdanken, die mich in dieser Zeit der Vorbereitungen und auch sonst immer tatkräftig unterstützen. Ohne die beiden würden wir spätestens am Einreisebeamten in New York City scheitern…Ich kann gar nicht oft genug DANKE sagen!
Und was macht Flo eigentlich die ganze Zeit? Hat er Hillary und Donald schon getroffen und haben wir eigentlich schon ein Bett zum Schlafen? Das alles berichtet er selbst demnächst hier.