Wenn ich groß bin, werde ich…

…Feuerwehrmann, Polizist, Skispringer und Fußballspieler und vielleicht auch Baggerfahrer.

So oder so ähnlich lauten die aktuellen Berufswünsche unserer Buben. Wobei hier Theo ganz klar den Ton angibt. Noah muss selbstverständlich auch Skispringer werden, wenn es nach Theo geht. Und ganz ehrlich: Welcher Zweijährige kennt sonst noch Namen wie Domen Prevz, Noriaki Kaisai oder Daniel-André Tande? Ich kann ehrlich gesagt nicht so viele Skispringer aufzählen wie unser Jüngster – aber das ist eine andere Geschichte.

Jedenfalls beschäftigt uns immer wieder die Frage, welche Berufe unsere Kinder später einmal erlernen wollen. Im Gegensatz zu anderen Eltern, die gerne hätten, dass ihre Kinder in ihre Fußstapfen treten, denk ich mir oft: „Macht bloß nichts mit Medien.“

Versteht mich nicht falsch, ich liebe meinen Job und ich liebe es zu schreiben, genauso wie Flo gerne Moderator und Journalist ist. Aber einen guten Job, der auch noch angemessen bezahlt wird, ist in der Medienbranche schwer zu finden.

Was wünsche ich mir also für unsere Buben? Ich weiß, ich weiß: Sie müssen ihren eigenen Weg gehen dürfen und selbst herausfinden, was sie später einmal mit ihrem Leben machen möchten. Aber die Mama darf sich doch auch etwas wünschen, oder?

Ich fände es sehr schön, wenn die Kinder einen Beruf erlernen, in dem sie etwas erschaffen können. Sei dies als Techniker, Handwerker, Musiker und so weiter und so fort. Oder sie machen etwas, mit dem sie anderen Menschen helfen können – das fände ich auch toll. Zu allererst sollte die Berufswahl die Buben aber auf jeden Fall glücklich machen, sie weiterbringen – persönlich und beruflich.

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Technische Berufe hautnah erleben

Ich selbst bin ja ein technisches Würstl. Jeder Elektriker und Installateur hat leider leichtes Spiel mit mir, ich kenne mich einfach viel zu wenig mit Dingen wie Stromkreisläufe, Wasserdruck usw. aus. Wie wäre das toll gewesen, wenn mir technische Berufe in meiner Kindheit und Jugend schmackhaft gemacht worden wären. Ich finde es ganz großartig, wenn Leute mit ihren Händen Dinge erschaffen können.

Theo träumt jetzt schon davon, einmal einen Roboter zu bauen. Bitte mach das, mein Schatz!

Diese kindliche Begeisterung muss unbedingt unterstützt werden, finden wir. Und darum habe ich die Einladung der Industriellenvereinigung zum diesjährigen  Kindertag der Industrie sehr gerne angenommen.

Die Industriellenvereinigung (IV) organisiert seit 2013 gemeinsam mit der Wissensfabrik und dem SciencePool den Kindertag der Industrie (KIDI). Ziel des KIDI ist es, Kindern und Jugendlichen im Alter von 5 bis 14 Jahren in verschiedenen, von Unternehmen und wissenschaftlichen Partnern durchgeführten Junior-Labs die Welt der Industrie näherzubringen und Wissen zu verschiedenen Tätigkeitsfeldern in Betrieben zu vermitteln. Beim KIDI können die Kinder und Jugendlichen erste Eindrücke von möglichen beruflichen Perspektiven gewinnen.

Mit kinetischem Sand eine Berglandschaft erschaffen, die noch dazu die Farbe wechselt.

Und mit den Händen Wolken simulieren und es regnen lassen – ein tolles Erlebnis

Hauptaugenmerk der Junior-Labs liegt dabei auf der Vermittlung von Berufsbildern in MINT-Fächern –  Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik –, die im Hinblick auf die Bildungs- und Berufsentscheidungen insbesondere für Mädchen mit großen Chancen verbunden sind.

Zahnbürstenroboter und Windelschnee

Der Vormittag im Haus der Industrie hätte spannender nicht sein können. Die Kinder konnten an unzähligen Stationen verschiedenste Experimente machen, basteln, bauen und viel Interessantes erfahren. So experimentierte Theo zum Beispiel mit Trockeneis, baute Katapulte aus Wäscheklammern und Plastiklöffel oder schaufelt mit kinetischem Sand seine eigene Berglandschaft.

 

Experimente mit Trockeneis – immer ein Hit. Foto: IV/M.Prantl

Und auch der Wunsch nach dem eigenen Roboter wurde Theo erfüllt: Aus einem Zahnbürstenkopf, zwei Drähten, einem kleinen Trafo und etwas Klebematerial entstand eine kleine „Kakerlake“, die quer über den Tisch flitzen und sich um die eigene Achse drehen kann. Die Begeisterung war groß!

Ein Katapult selber basteln. Foto: IV/M.Prantl

Eine wirkliche Geduldsprobe war dann die Fertigung von Windelschnee. Etwas, das ich euch aber sehr empfehlen kann, wenn draußen einmal Regenwetter herrscht. Ihr braucht dazu nur Windeln, eine Schüssel und Wasser: Zuerst müsst ihr die Windeln auf der Innenseite aufreißen, damit ihr zu den saugfähigen Kügelchen kommt, die die Flüssigkeit absorbieren. Diese Kügelchen „schält“ ihr dann raus in eine Schüssel – je mehr Kugerl, umso mehr Schnee entsteht. Dann vorsichtig Wasser über die weißen Kügelchen leeren und schon wächst der Windelschneeberg.

Theo hatte einen tollen Tag beim KIDI18 und ich auch. Falls Ihr also schon für das nächste Schul- bzw. Kindergartenjahr ein Ausflugsziel für die Gruppe bzw. Klasse sucht, ist das eine großartige Möglichkeit. Wir sind 2019 auf jeden Fall wieder dabei.

Alle Infos zum Kindertag der Industrie findet Ihr hier: https://kindertag.iv.at/de/