Wie bring ich Gemüse in das Kind rein? Plus Rezept!

Daumen hoch von Theo – ein Ritterschlag für Mama

Meine Güte, was war das wieder für eine Nacht. Noah war letzte Nacht geschlagene vier Stunden munter. Und damit meine ich so richtig munter… Nichts hat geholfen: Kein Tragen, Schaukeln, Streicheln, er konnte ab 23 Uhr einfach nicht mehr schlafen und die Mama und der Papa dementsprechend auch nicht. Der darauf folgende Tag ist so eine Sache – wie verkatert, nur ohne dem rauschenden Fest am Vorabend. Und alle haben ganz viel Hunger. Ist das bei euch auch so? Schlafmangel ist nicht gut für die Linie, man könnte den ganzen Tag nur essen… Und auch die Kinder würden den Tag am liebsten schon mit Schokolade starten (und ich erst!).

„DA IST WAS GRÜNES DRIN – WÄHHHHHHH!*

Das geht halt so leider nicht. Noah ist zwar ein richtiges Schleckermaul und würd‘ am liebsten nur Süßes essen, ist aber sonst Gott sei Dank nicht heikel was das Essen betrifft. NOCH nicht. Wenn ich mir seinen großen Bruder so anschaue, ahne ich, dass hier noch einiges auf uns zukommt.

Noah ist ein begeisterter Esser

Theo ist mittlerweile richtig wählerisch geworden – „haglich“ wie wir Oberösterreicher sagen. Obst geht noch einigermaßen rein, aber bei Gemüse funktioniert meist nur die rohe Variante in Form von Paprika, Gurke und wenns gaaaaanz gut läuft Tomate und Kohlrabi. Gekocht hört sich der Spaß dann auf. Wenn auch nur ansatzweise grüne Teile im Essen erkennbar sind, wird schon aufgeheult: „Ihhh, das schaut ekelig aus, wähhhhh.“
Danke für die Information. Jetzt wird die Essenzubereitung dadurch natürlich nicht einfacher: Wir essen gerne viel Gemüse, für Theo jeden Tag extra zu kochen ist zu mühsam. Und ewig Schinken-Käsetoast, Palatschinken und nackerte Nudeln sind halt auch nicht recht ausgewogen.

Erste Elternlektion: Tarnen und Täuschen

Es muss doch einen Weg geben, das Kind halbwegs vernünftig zu ernähren, ohne große Dramen zu erzeugen. Und vor allem auch ohne großen Aufwand? Die Antwort lautet: Wenn man es nicht sieht, ist es nicht da.

Was bin ich froh um unsere Küchenmaschine, die eine derart feine Reibe besitzt und so Gemüse quasi zur Unkenntlichkeit zerkleinert. Und daher haben bei uns Theos Lieblingsgerichte ganz viele bunte und gesunde Geheimzutaten.
Ha! Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein großer Schritt an der Mamafront. Denn jetzt isst der Herr Pasta Bolognese („leckerrrrrrr, meine Lieblingsspeise“), Rösti, Fleischlaberl (aka faschierte Laibchen) – und das alles mit Karotten, Zucchini usw. verfeinert, ohne es zu bemerken.

Ein wahrer Bringer sind Omas „Erdäpfellaberl“. Während die bei der Oma eher nur aus Kartoffeln bestehen (ganz nach dem Geschmack der Kinder 😉 fügt auch hier der findige Elternteil fein geraspeltes Gemüse hinzu.

Das Rezept ist so super – das will ich euch nicht vorenthalten. Es geht schnell, man braucht nicht viel und es schmeckt der ganzen Familie – glaubt mir, das ist wirklich selten bei uns…

Wenn auch ihr kindertaugliche Rezepte habt, bitte nur her damit – ich freu mich über jede Idee!!!

 

Erdäpfellaberl – lecker und gesund

Omas Erdäpfllaberl mit ganz geheimen Zutaten

Zutaten (damit bekommt ihr ca. 10 mittelgroße Laibchen)

  • 7 Kartoffeln (mehlig, speckig – alles probiert -funktioniert mit allen Sorten)
  • 1 großes Ei
  • 4 Esslöffel Mehl (geht auch ohne für eine lower Carb Variante)
    • Gemüse nach Wahl: sehr gut funktionieren fein geriebenen Karotten und Zucchini, aber auch klitzeklein geschnittene Champignons hatten wir schon einmal drinnen
  • Salz zum Abschmecken

 

 

Zubereitung

  • Kartoffeln kochen bis sie weich sind, dann auskühlen lassen.
  • Kartoffeln und Gemüse fein reiben, restliche Zutaten dazu und vermischen.
  • Laibchen formen und in etwas Fett ausbacken

Wir essen gerne ein Frischkäsedip dazu, die Kinder auch mal Ketchup – je nach Geschmack…;-)

Mahlzeit!

Zu dem Thema gibt es schon einiges bei anderen lässigen Familienblogs nachzulesen: